Ein Glockenspiel für ganz Hürth

Hürth. An Erntedank, dem 2. Oktober 2022 feiert die Evangelischen Kirchengemeinde Hürth einen Festgottesdienst zur Einweihung ihres neuen Glockenspiels an der Martin-Luther-Kirche (Villering 38). Bürgermeister Dirk Breuer wird als Schirmherr des Projekts gemeinsam mit Manuel Busch, dem Vorsitzenden des Presbyteriums, die Glocken in Betrieb nehmen. Das Pfarrteam der Gemeinde gestaltet den feierlichen Gottesdienst gemeinsam mit Kantorin Denise Seidel, der Kantorei sowie einem Bläserensemble.
Bereits im Jahr 2018 fasste die Gemeindeleitung den Beschluss, das defekte Glockenspiel nicht nur wieder instand zu setzen, sondern entschied sich für einen um 16 Glocken erweiterten Neubau. Insgesamt 34 Glocken stehen nun in dem 5 Tonnen schweren Stahlturm in Hürth-Mitte, die über eine Tastatur wie ein Instrument spielbar sind.

Auch der Wunsch der Gemeinde nach läutbaren Glocken, die zu Gottesdienst und Gebet rufen, wird nun Wirklichkeit und darum wurden Gemeindeglieder bereits an der Gestaltung der Glocken beteiligt: Die „Schöpfungsglocke“ mit Schlagton e´ bildet das Fundament des zweistimmigen Geläutes. Auf ihr findet sich das Leitwort der Gemeinde aus dem Lukasevangelium („Brannte nicht unser Herz in uns da er mit uns redete und uns die Schrift öffnete“) sowie die bildliche Darstellung einer Landschaft und ein umlaufendes Fries mit Kinderzeichnungen. Eine Quarte höher erklingt im Schlagton a´ die „Vaterunser-Glocke“. Auf ihr ist handschriftlich das gesamte Vaterunser zu lesen und auf der entgegen liegenden Seite eine Darstellung der beiden Sakramente Taufe und Abendmahl sowie ein Kreuz. Im umlaufenden Fries steht, von unterschiedlichen Gemeindegliedern in deren Muttersprache geschrieben „Vater unser“.

Harmonisch ist das neue evangelische Geläut in der Mitte Hürths auf die Glocken der katholischen Nachbarkirche St. Joseph abgestimmt, so dass diese demnächst gemeinsam in ökumenischer Harmonie erklingen können.

Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Gemeinde zu einem Erntedankempfang, bei dem sich die Hürther*innen den Turm aus nächster Nähe ansehen können.

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