Schöpfung bewahren

Von Silja Höfer

Unsere Schöpfung wahren.

Ende April hat in KÖLN zum wiederholten Male die „Messe für ein gutes Leben“ stattgefunden. Im Fokus dieser Veranstaltungsreihe steht ein nachhaltiger und ethischer Umgang mit den Ressourcen unserer Erde. Besucher konnten sich über verschiedene Wege breit informieren und erfuhren, in welche Lebensbereiche hinein man durch seine Entscheidung einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann. So präsentierten sich eine Reihe von Firmen und Organisationen mit ihren Ständen in der kleinen Halle im Dock.One.

Ob es um die Wahl des Stromanbieters geht, die Wahl der eigenen Bank mit ihren Finanzprodukten oder um Kosmetikprodukte bis hin zu Lebensmittelanbietern: sie alle vereint das gemeinsame Interesse, Lösungen anzubieten, die die Umwelt schonen, für mehr Gerechtigkeit sorgen und gesund sind. Die Textilbranche war in Köln leider nicht vertreten, aber vielleicht ändert sich das ja bis zum nächsten Termin.

Eine tolle Idee präsentierte die Firma WILDWACHS TUCH  (www.wildwaxtuch.de). In  schönem Design bieten sie Tücher aus Bienenwachs an, die die Frischhaltefolie überflüssig machen. Die Tücher gibt es in verschiedenen Größen, sie sind abwaschbar und somit wiederverwendbar.  In diesen Tüchern kann man Lebensmittel nicht nur frisch halten, sondern auch einfrieren – und dadurch viel unnötiges Plastik vermeiden.

Begleitend fand eine Reihe von Vorträgen statt. Hier konnte man sich z.B. darüber informieren, wie wir durch unsere Ernährung Krankheiten wie Diabetes oder Krebs vorbeugen können oder „wie wir auf unseren Tellern die Welt verändern können“. (https://www.youtube.com/watch?v=qMn0oSM5lUo). So war der Besuch eine gesunde Mischung aus Inspiration, Information, und Genuss und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. 

Wie immer können Anregungen, Kritik oder Wünsche gerne an Unsere-Schoepfung-bewahren@jetzt-info.com geschickt werden. Wir freuen uns über einen regen Austausch.

Bis dahin alles Gute und einen feiertagsreichen Mai wünscht Ihnen,
Silja Höfer

 

 


Von Silja Höfer

Über viele Dinge,
die uns im Alltag begegnen …

 

… machen wir uns oft gar keine Gedanken mehr. Sie gehören einfach dazu und wir nehmen uns nicht mehr die Zeit, genauer hinzuschauen. Bei Kindern ist das naturgemäß meist anders. Da wird alles hinterfragt. Manchmal ist das für uns Erwachsene auch etwas anstrengend. Aber ein gewisses Maß an Neugierde kann unseren Alltag durchaus bereichern.

Und so beginnen wir die Reise mit dem Titel „Unsere Schöpfung bewahren“ mit einer ganz banalen Frage: Seit wann gibt es eigentlich unsere Erde? Wahrscheinlich haben wir das alle irgendwann mal in der Schule gelernt. Aber jetzt so ad hoc eine Zahl in den Raum zu werfen, fällt den meisten von uns wohl eher schwer. Und selbst wenn wir eine Idee hätten, seit wann es unsere Erde gibt, so müssten wir uns wohl eingestehen, dass das unsere Vorstellungskraft übersteigt.

Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand unser Sonnensystem und damit auch die Erde. 4,6 Milliarden Jahre. Unvorstellbar. Den Menschen gibt es seit ungefähr 2,4 Millionen Jahren. Aktuellere Forschungen gehen von ca. 2,8 Millionen Jahren aus. Wieder unvorstellbar. Das dachten sich wohl auch 2 Forscher aus Amerika. Und so haben sich die beiden Wissenschaftler Paul Ehrlich und Robert Ornstein die Mühe gemacht, diese Zahlen in eine für uns vorstellbare Dimension zu bringen. Wenn die Geschichte der Erde auf einem Jahreskalender abgebildet werden würde, dann wäre die Erde um Null Uhr des 1.1. entstanden. Die Mitternacht des 31.12. entspricht unserem „heute“. Bei dieser Betrachtung würde jeder Tag 12 Millionen Jahre tatsächlicher Geschichte entsprechen. Erste Formen von Leben, wie z.B. einfache Bakterien, erschienen demnach irgendwann im Februar. Komplexere Lebewesen, wie z.B. die Fische, erscheinen erst um den 20. November auf dieser Erde. Die Dinosaurier hatten ihre Zeit vom 10.Dezember bis zum 25.Dezember. Und wenn wir uns nun fragen: „Wo bleibt da der Mensch?“, dann staunen wir erneut. Die ersten Vorfahren der Menschen traten erst am Nachmittag des 31.12. auf die Erde. Der Mensch selber erscheint um 23:45 auf der Bildfläche. Die gesamte Geschichte des Menschen – von der Antike bis heute – entspricht in dieser Betrachtungsweise der letzten Minute des Jahres.

Wenn man in diesem Bewusstsein Berichte über den Zustand unseres Ökosystems liest, dann ist es noch schwerer auszuhalten, dass der Mensch es tatsächlich „geschafft“ hat, in so kurzer Zeit diesen Planeten an den Kollaps heran zu führen. Wie wäre es da, wenn Mensch und Natur gemeinsam ins neue Jahr übertreten würden? Gemeinsam, miteinander. Nachhaltig – statt ausbeutend. Wertschätzend – statt eigennutzmaximierend. Dankend – statt fordernd. Schon das Bewusstsein ist dabei ein erster Schritt in diese Richtung. Keine Selbstverständlichkeit – aber vielleicht eine Überlegung wert.

In diesem Sinne werden wir an dieser Stelle immer wieder zum Nachdenken anregen. Und wir freuen uns auf jeden, der seine Impulse dazu gerne teilen möchte.
Unter: Unsere-Schoepfung-bewahren@jetzt-info.com laden wir zum Austausch ein.