Friedenskirche

Die Friedenskirche in Efferen

Die Friedenskirche in Efferen

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Efferen, zu der Zeit ein Gemeindebezirk der evangelischen Kirchengemeinde Lindenthal, durch die vielen evangelischen Flüchtlinge einen regen Zulauf. Im April 1949 beschloss das Lindenthaler Presbyterium, in Efferen ein Grundstück zu erwerben und eine Kirche zu errichten.

Es dauerte dann noch bis zum 22. Dezember 1953, den 4. Advent, dass die evangelische Kirche Efferen in einem feierlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Am 26. Oktober 1954 erhielt sie ihre erste Glocke, eine 151 kg schwere Bronzeglocke mit der Aufschrift: „ Seid fröhlich in Hoffnung!“. Am 16. November 1956 kamen die zwei anderen Glocken hinzu; eine zweite große mit der Aufschrift: „Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben“, und eine dritte Tag- und Gebetsglocke mit der Widmung: „Betet ohne Unterlass!“. Mit dem Erklingen der beiden letzten Glocken endete nach 50 Jahren die Zugehörigkeit des Pfarrbezirks Efferen zu Köln-Lindenthal. Am 01. Januar 1957 schlossen sich die evangelischen Christinnen und Christen der kommunalen Großgemeinde Hürth zur Matthäus-Kirchengemeinde Hürth zusammen. Am 18. Mai 1957 erhielt die Efferener Kirche zwei wirkungs- und eindrucksvoll gestaltete Altarfenster des Glasmalers Ernst Otto Köpke. Im Dreieck der Altarwand stellt ein rundes Buntfenster Christus als Weltenherrscher dar. Die Form des Kreises steht für die Unendlichkeit. Das längliche Seitenfenster an der Kanzelseite zeigt den gekreuzigten Jesus. Am Himmelfahrtstag 1982 nannte Paul Mader (Pastor in Efferen von 1949 bis 1983) in seiner Predigt folgende Deutung der beiden Fenstermotive: „Ein schmales Langfenster neben der Kanzel, ein kreisrundes Fenster in der Stirnwand über dem Altar, das eine der Gekreuzigte – der übrigens sein Haupt der Gemeinde zuneigt -, das andere der Erhöhte und Verherrlichte, so dass die beiden Fens-ter das Christusbekenntnis der Kirche ergeben: „Er ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über aller Namen ist.“ (Die Bibel, Christus-Hymnus aus dem Philipperbrief 2, 8-9)

Bei sonnigem Wetter bricht sich das Licht zur morgendlichen Gottesdienstzeit vom Seitenfenster auf Altar und Wandkreuz in bunten Farben. Bunte Fenster sind keine Öffnungen nach draußen, sie schließen vielmehr den Innenraum vom Draußen völlig ab. Seit dem Mittelalter sollten solche Lichteffekte bewirken, dass der Mensch sich in der Kirche ganz auf die heiligen Handlungen und auf Gott konzentriert; alles Weltliche soll hingegen draußen bleiben.

Die von Karl Schuck gelieferte Orgel erklang zum ersten Mal am 23. Mai 1965 im Gottesdienst. Die Meisterarbeit des Kunstschmiedes Elio Vogel, Ehemann der damaligen Küsterin, vollendete 1968 vorerst die Innenausstattung; er fertigte Wandkreuz, Taufbecken und Kerzenleuchter. Die massiven und für diese kleine Dorfkirche zu klobig wirkenden Bänke wurden 1984 durch farblich an das Deckenholz angepasste Stühle ersetzt. Ende der 80er Jahre vervollständigte ein liturgischer Taufleuchter aus Schweden den Altarbereich. Mit den Jahren zeigte sich, dass vor allem Gemeinderäume fehlten. Erste Erweiterungspläne wurden bereits im Jahr 1985 erstellt, aber erst Ende 1992 stand dann endlich auch die Finanzierung für einen Erweiterungsbau. Nach dem Motto „Bewahren und Erneuern“ sollte das Alte deutlich erkennbar bleiben und das Neue sich sichtbar abheben. Am 30. Oktober 1994 war es dann so weit: der Erweiterungsbau war vollendet! In einem Festgottesdienst bekam die Kirche den Namen „Friedenskirche“, angelehnt an die Jahreslosung von 1994: „Christus ist unser Friede“ (Die Bibel, Epheserbrief 2,14). Unser Friede zeigt sich am Kreuz Jesu Christi, weil Gott dort Frieden mit uns geschlossen hat. Was meinen Sie? Ist die Friedenskirche nun ein heiliger Ort oder nicht? Heilige Orte sind auf dieser Welt und gleichzeitig nicht ganz von dieser Welt. Jede Kirche, also auch die Friedenskirche, ist für mich beides!

Kontakte Friedenskirche

Adresse:

Martin-Luther-Str. 12,
Efferen

Sakristei:

Telefon: 69 27 91

Küsterin:

Katharina Bestvater,
Telefon: 54 35 96

Gottesdienste:

Sonntags,09:45 Uhr

 

Anfahrtsskizze:

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